Der Dom St. Peter und Paul

Öffnungszeiten:
     
Ostern bis Ende Oktober:
    
Ende Oktober bis Ostern:
 
Dienstag:
10.00 - 15.00 Uhr   Dienstag bis Freitag:
  13.00 - 15.00 Uhr
Mittwoch bis Samstag:
10.00 - 17.00 Uhr   Samstag:   11.00 - 15.00 Uhr
Sonntag 13.00 - 17.00 Uhr
 
 
         









Führungen nur auf Voranmeldung
wochentags ab 10.00 Uhr, Sonntag ab 13.00 Uhr

Preise:
Besichtigung kostenfrei, Spende möglich
Führungen: Gruppen bis 10 Personen pauschal 15,00 Euro, jede weitere Person 1,50 Euro

Kontakt:
Katholische Pfarrgemeinde "St. Peter und Paul"
Schlossstr. 7, 06712 Zeitz
Tel.: 03441-211391
Fax: 03441-211654
www.kath-zeitz.de
kath-zeitz@gmx.de


Dom St. Peter und Paul Kreuzgang des Domes


Geschichte:

Auf dem Gelände der Moritzburg befindet sich der Dom St. Peter und Paul, der zu den geschichtsträchtigsten Bauwerken unserer Region gehört und eng mit der Entwicklung der Stadt Zeitz verbunden ist. Unweit einer Ansiedlung im heutigen Brühl entstand nach Überlieferung von Bischof Thietmar von Merseburg im 10. Jahrhunderts eine Königsburg mit einer Kirche, welche mit Gründung des Bistums Zeitz (968) als Bischofskirche genutzt wurde. Nach der Verlegung des Bischofssitzes nach Naumburg im Jahre 1028 wurde mit dem Bau einer romanischen Basilika begonnen. Noch heute sind Teile dieser Stiftskirche erhalten. Die Krypta ist der älteste erhaltene christliche Sakralbau östlich der Saale und eine der ältesten Hallenkrypten in Deutschland. Dies findet Widerspiegelung als 56. Station an der Straße der Romanik.

Der ursprünglich aus der Kirche des Benediktinerklosters Posa stammende Taufstein im nördlichen Seitenschiff ist das älteste Ausstattungsstück im Kirchenraum. Er stammt aus der Zeit um das Jahr 1250. Die ursprünglich kreuzförmige, aus drei Schiffen bestehende Basilika wurde im 14. und 15. Jahrhundert zu einer gotischen Hallenkirche umgebaut. Zunächst wurden der gotische Chor und die Sakristei gebaut, später das nördliche Seitenschiff verbreitert. Aus dieser Zeit stammen u.a. die Apostelfiguren an den Ostseiten der Längspfeiler sowie das Relief des Bauern Käselieb, des Helden einer Zeitzer Sage, in der Hohlkehle des Wandpfeilers auf der Empore. Die bronzenen Platten im Bereich des Chores sind bedeutende Grabmale des Mittelalters. In ihrer Nähe befindet sich das Grabmal von Julius von Pflug (gest. 1564), des letzten Bischofs von Naumburg-Zeitz. Ebenfalls in der Zeitzer Stiftskirche begraben wurde der bedeutende Gelehrte und Humanist Georg Agricola (gest. 1555), der als Begründer der Mineralogie gilt. An ihn erinnert eine Gedenkinschrift im Eingangsbereich des Domes.

Mit dem Beginn der Regentschaft von Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz im Jahre 1657 wurde auf den Trümmern der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Bischofsburg das Barockschloss Moritzburg errichtet. Die einstige Stiftskirche wurde bis zum Jahre 1664 barock umgestaltet. Im Querschiff entstanden die beiden hölzernen Orgelemporen, im Westen des Langhauses wurde die Fürstenloge eingerichtet, die das Schloss mit dem Dom verband. Kanzel und Hochaltar sind ebenso barocker Herkunft. Neben ihrer Nutzung als Schlosskirche diente der Bau auch als Begräbnisstätte der Herzogsfamilie.

Mit dem Tod von Herzog Moritz Wilhelm im Jahre 1718 verlor die prunkvoll eingerichtete Kirche nach und nach von ihrer einstigen Bedeutung. Bis ins 20. Jahrhundert wurde sie auf verschiedene Weise genutzt, nicht nur als Gemeindekirche sondern z.B. auch als Lazarett, als Pferdestall oder als Gefängniskirche. Seit 1945 wird der Dom von der katholischen Gemeinde St. Peter und Paul zu Zeitz genutzt. 1982 stürzte der südliche Vierungspfeiler ein und zerstörte große Teile des Dachstuhls, des Gewölbes und der Orgelempore. Erst aufwendige Sanierungsmaßnahmen nach 1990 verliehen dem Dom sein jetziges Aussehen. Seit der Altarweihe im Dezember 1998 wird der Dom St. Peter und Paul wieder als Pfarrkirche der katholischen Gemeinde genutzt.

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