Die Zeitzer Innenstadt

Die historische Altstadt bildet das Zentrum der Stadt Zeitz, in welchem Sehenswürdigkeiten wie das Unterirdische Zeitz, die Michaeliskirche, das Rathaus und die Alte Mälzerei auf kurzem Wege besichtigt werden können. Doch auch abseits der touristischen Anziehungspunkte gibt es Reizvolles zu entdecken.

Rossmarkt Gewandhaus

Noch heute finden sich in verschiedenen Straßen Reste der einstigen Stadtbefestigung, welche die Stadt im Mittelalter umgab. Teile der alten Stadtmauer können heute z.B. entlang der Turmstraße, in der Freiheit und in der Steinstraße besichtigt werden. Der Steintorturm, der heute Domizil des Partnerschaftsvereins der Städte Zeitz und Detmold ist, war Teil eines der einst sechs Stadttore.

Teil der Stadtmauer im Rathausgarten Glockenturm des Gewandhauses

Innerhalb der alten Stadtmauer zeugen Gebäude aus mehreren Jahrhunderten von der Geschichte der Stadt. Doch nicht allein nur das Rathaus oder die Michaeliskirche sind erwähnenswert. Das 1483 erstmals erwähnte Gewandhaus am Altmarkt, vis à vis vom Rathaus gelegen, war einst Kauf- und Rathaus, später Stadtschule. Der Klang seines Glockenspiels erfreut Gäste und Einwohner der Stadt gleichermaßen. Viele liebevoll sanierte und teilweise schon verzierte Bürgerhäuser im Barock-, Renaissance- und Jugendstil zeugen vom einstigen Wohlstand der Stadt. Die Innenstadt vereint Altes und Neues und lädt mit ihren Geschäften, Cafés und Gaststätten zum Bummeln und Verweilen ein.

Kirche des Franziskanerklosters Theater Zeitz im Capitol

Auch kulturelle Einrichtungen befinden sich hier, wie z.B. das Theater im Capitol oder das Theatermuseum im ehemaligen Franziskanerkloster. In der frühgotischen Klosterkirche aus dem 13. Jahrhundert predigte am 22. Januar 1542 Martin Luther über "Die große Macht und Kraft des Wortes Gottes". Luthers Nachfahren lebten und leben in der Stadt. Eine Gedenktafel am Haus Rahnestraße 18 erinnert an seine letzten männlichen Nachkommen. Gegenüber - im Haus Rahnestraße 16 - wurde am 6. Juni 1825 der Erbauer des Nord-Ostsee-Kanals und heutige Zeitzer Ehrenbürger Otto Baensch geboren. Gedenktafeln in der Altstadt erinnern an weitere aus Zeitz stammende Persönlichkeiten wie z.B. an Anna Magdalena Bach, die zweite Ehefrau des Komponisten Johann Sebastian Bach, an Johann Christian Schubart, einen bedeutenden Reformator der Landwirtschaft, oder die Geschwister Clemens und Gustav Denhardt, denen Deutschland Helgoland zu verdanken hat.

Neumarkt Brüsewitz-Säule

Vor der Michaeliskirche erinnert die Brüsewitz-Säule an die Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz. Er hatte sich am 18. August 1976 aus Protest gegen die Kirchenpolitik in der DDR vor der Kirche mit Benzin übergossen und angezündet. Vier Tage später erlag er seinen Verletzungen. Ihm zum Gedenken wurde an seinem 14. Todestag im Jahre 1990 die Sandsteinsäule eingeweiht.

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