"Eine musikalische Welt" - eine Ausstellung aus dem Heinrich-Schütz-Haus"

Am Freitag, dem 3. November 2017, um 17.00 Uhr öffnen sich in der Stadtbibliothek "Martin Luther" in Zeitz die Tore zu einer neuen Sonderausstellung:

"Eine musikalische Welt" ist die Schau überschrieben und genau das ist sie auch: eine Schau! Ein Fest für die Sinne! Ein Wunder an Farbe! - Wieder einmal haben unzählige Liebig-Sammelbilder den Weg in viele Rahmen gefunden, um die "Eine Welt" - und wenn es aus dem Heinrich-Schütz-Haus kommt - natürlich die "Eine musikalische Welt" vor unsere Augen zu führen. Die Ausstellung entstand passend zum Thema des letzten Jahres der Reformationsdekade, wo bekanntlich die "Eine Welt" im Mittelpunkt stand: In der Ausstellung werfen wir einen Blick auf die Welt von "Gott, Göttern, Gottheiten" und stellen deren "Heilige Stätten" vor. Wir reisen mit Serien, die mit "Bildern aus …" überschrieben sind, in die entferntesten Winkel unserer Welt. Zunächst fokussieren wir unseren Blick auf die Welt, dann auf Europa und schließlich auf Deutschland und "Das Land, wo die Zitronen blühen". Ganz im Kleinen sind wir dann in Köstritz angekommen: Die Blumen- und Bierstadt dokumentieren wir mit Sammelbildchen, auf denen die ganze Blütenpracht der "Georgine" abgebildet ist - so der erste Name für die "Dahlie". Jetzt kommen wir dem Hausherren Heinrich Schütz ganz nah, denn schließlich führte ihn sein Lebensweg aus deutschen Landen, aus Köstritz nach Weißenfels und Kassel weiter über die Alpen nach Venedig, um dort Musik zu studieren. Venedig mit der Dogenwahl, dem venezianischen Karneval und den Masken, aber auch die malerische Seite der Lagunenstadt werden auf kleinen Bildchen präsentiert. Einen Blick auf Schütz’sche Schulkameraden in Kassel werfen wir, begleiten ihn auf seinen Reisen nach Kopenhagen, … Neben Biografischem zu Heinrich Schütz steht aber auch das Liebig-Bild selbst im Mittelpunkt: Wer war Justus von Liebig und was ist das Liebig-Fleischextrakt, dem die Bildchen als "Zugabe" beigegeben wurden. Eine kleine Geschichte des Sammelbildes darf da genauso wenig fehlen, wie eine Zusammenstellung möglicher Bildtypen und -themen. Doch natürlich endet alles wieder musikalisch: Wie wird Musik thematisiert auf den kleinen Bildchen mit dem Fleischextrakttopf oder bedienen die Bildchen auch "musikalische Klischees"? Und letztendlich steht auch der Sammler selbst einmal im Fokus des Interesses, schließlich benutzten die Lehrer um 1900 die Sammelbilder als Illustration für ihren Unterricht - "bierernst" nahmen sich die Sammler übrigens nicht, denn sie … ach nein, das verraten wir hier nicht, dazu sollten Sie zur Ausstellungseröffnung kommen!

Die Ausstellung ist bis zum 13. Februar 2018 zu sehen.

 

 


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