"Es kann leider schnell bitterernst werden" - Einladung zum Symposium "Illegale Drogen und Legal High - Wirkungen, Risiken und Prävention" am 22.01.2020 in den Klinkerhallen Zeitz

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Alkohol steht in jedem Supermarktregal und kostet sehr wenig Geld. Ein "Gläschen zur Gemütlichkeit" gehört zum gesellschaftlichen Leben in Deutschland oft "einfach" dazu. Auf Geburtstagen, Partys oder Konzerten können ein Bier, ein Cocktail oder eine Zigarette das "Eis" zwischen Fremden brechen und die Stimmung heben. Wer keinen Schnaps oder kein Bier mittrinken möchte, muss sich oft rechtfertigen oder wird sogar als "Weichei" bezeichnet. Keinen Alkohol zu trinken kann also sogar ausgrenzen. Alkohol und Zigaretten sind vielerorts in Deutschland so "normal" und sozial akzeptiert, dass sie gar nicht mehr als Drogen und Suchtmittel wahrgenommen werden.

Dass Alkohol und Zigaretten in Deutschland erlaubt sind und oft selbstverständlich konsumiert werden, ist Teil des Problems. Denn neben illegalen Drogen, wie zum Beispiel Crystal Meth oder Cannabis, bergen auch legale Drogen wie Alkohol oder Zigaretten kleine und große Gefahren, die vor allem Kinder und Jugendliche unbedingt kennen sollten.

Aus diesem Grund lädt die Stadt Zeitz im Rahmen ihres Suchtpräventionsprojektes "Stark statt breit" Jugendliche, Eltern, Großeltern, Lehrer und Lehrerinnen sowie alle Interessierte sehr herzlich zum Symposium "Illegale Drogen und Legal High - Wirkungen, Risiken und Prävention" am Mittwoch, dem 22.01.2020 um 18.00 Uhr in die "IG Klinkerhallen" (Albrechtstraße 17, 06712 Zeitz) ein. Das Ende der Veranstaltung ist gegen 19.30 Uhr geplant. Die Veranstaltung ist öffentlich und unentgeltlich.

"Was als gemütlicher Abend beginnt, kann leider schnell bitterernst werden", weiß Bürgermeisterin Kathrin Weber. Sie ist zudem Leiterin des Fachbereichs "Recht und Ordnungswesen", zu dem unter anderem die Feuerwehr gehört. "Sei es, dass eine Zigarette nicht sorgfältig ausgedrückt wurde und ein Brand entsteht. Oder auch, dass übermäßiger Alkoholkonsum dazu führt, dass man schrittweise und fast unmerklich die Kontrolle über sein Leben verliert. Auch erlaubte Drogen sind Suchtmittel. Da bereits Kinder sehr frühzeitig und oft ohne pädagogische Begleitung fernsehen, im Internet surfen oder sogar selbst im Internet, vielleicht auf Instagram, aktiv sind, ist eine frühe Aufklärung über die Risiken und Gefahren von legalen und illegalen Drogen meiner Meinung nach unerlässlich. Das ist an dieser Stelle der beste Schutz für unsere Kinder."

Als Gäste werden am Symposium teilnehmen:

  • Kathrin Weber (Bürgermeisterin der Stadt Zeitz)
  • Oberstaatsanwalt Hans Jürgen Neufang (Ltr. der Zweigstelle Naumburg der Staatsanwaltschaft Halle)
  • Oberarzt Ingolf Andrees (Burgenlandklinikum, Psychiatrie Naumburg)
  • Daniela Machner (Beraterin der Suchtberatungsstelle der Diakonie in Zeitz)
  • Anne Krause (Fachstelle für Suchtprävention im Burgenlandkreis)
  • Polizeioberrätin Anne Lindner (Leiter des Polizeirevier Burgenlandkreis)
  • Alexander Dathe (Pharmakologe und Inhaber der Schwanenapotheke Zeitz)
  • Moderation: Polizeioberkommissar Silvio Klawonn

Zu Beginn der Veranstaltung werden die Gäste des Symposiums jeweils ein persönliches Statement zur Thematik abgeben. Danach besteht für die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, Fragen an die Gäste der Podiumsdiskussion zu stellen. Die prominente Besetzung des Podiums lässt interessante Beiträge und sicher auch fundierte Antworten auf die Fragen des Publikums erwarten.

"Illegale Drogen und Legal High - Wirkungen, Risiken und Prävention" ist das zweite Symposium im Rahmen des Suchtpräventionsprojektes "Stark statt breit - Gemeinsam gegen Drogen und Gewalt" der Stadt Zeitz. Mit dem Symposium sollen direkt Schülerinnen und Schüler, ihre Geschwister, Eltern und Großeltern angesprochen werden. Sehr gerne können die Besucherinnen und Besucher vorab gesammelte Fragen an die Fachleute und Experten stellen oder sich direkt an der moderierten Diskussion beteiligen.

Hintergrund zum Drogen- und Kriminalpräventionsprojekt "Stark statt breit - Gemeinsam gegen Drogen und Gewalt"

Hauptziele des Projektes sind:

  • informieren zu Drogen und zu Konsummotiven sowie über Hilfsangebote
  • sensibilisieren und bewusst machen der Gefahren und
  • stärken des Hinschauens, des couragierten Reagierens und die Stärkung des Peer-Ansatzes (schaffen bzw. aufzeigen von alternativen Gruppenerlebnissen)

Verschiedene Kooperationspartner gestalten gemeinsam vielfältige Veranstaltungen für Schüler ab 13 Jahre sowie Angebote speziell für Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und die Öffentlichkeit. "Stark statt breit" startete im August 2018, im Auftrag des Sicherheitsrates der Stadt Zeitz. Von den Schulen wurden verschiedenste Veranstaltungen gewählt, unter anderem Buchlesungen, thematische Elternabende, Workshops mit der Suchtberatungsstelle der Diakonie und dem Polizeirevier Burgenlandkreis sowie Projektvorträge zur "Fetalen-Alkohol-Spektrumsstörung". Die Koordinierungsstelle des Projektes "Stark statt breit" befindet sich im "Haus der Jugend" (Freiligrathstraße 40, Zeitz) und nimmt Angebots- oder Nachmeldewünsche zu laufenden Veranstaltungsformaten gerne entgegen.

Kontakt:
Herr Pöschel
Netzwerkstelle "Stark statt breit"
Tel. 03441 / 212006
Stadt Zeitz, Altmarkt 1, 06712 Zeitz
stefan.poeschel@stadt-zeitz.de

Foto: 1. Symposium 2018 (c) S. Poeschel

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