Schloss Moritzburg

Öffnungszeiten:

Dienstag - Sonntag  10.00 Uhr - 17.00 Uhr

Preise:

Erwachsene:  5,00 Euro
Kinder bis 14 Jahre:  3,00 Euro
Ermäßigungsberechtigte:  3,00 Euro
Familienkarte:
     (2 Erwachsene mit max. 3 Kindern)
  12,00 Euro

Schulklassen:
     (Lehrer und Erzieher frei)
    40,00 Euro

Gruppen bis 20 Personen:
     (ohne Führung)
60,00 Euro
     jede weitere Person:
 5,00 Euro
Gruppen bis 20 Personen:
     (inkl. Führung)
 80,00 Euro
     jede weitere Person:
 5,00 Euro
Führungen für Einzelpersonen:
     (zzgl. zum Eintrittspreis)
  20,00 Euro






















Kontakt:

Museum Schloss Moritzburg Zeitz

Schlossstraße 6, 06712 Zeitz

Tel.: 03441-212546

Fax: 03441-619331

moritzburg@stadt-zeitz.de

 

Uhrturm von Schloss Moritzburg Schloss Moritzburg


Geschichte:

Bis zum Jahre 1564 bestand das Bistum Naumburg-Zeitz. Die Bischöfe nutzten während dieser Zeit ihre Zeitzer Burg als Residenz. Nach Auflösung des Bistums wurde das Gebiet von kursächsischen Administratoren verwaltet. Von den Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges blieb auch Zeitz nicht verschont. So wurde u.a. 1644 die Bischofsburg durch schwedische Truppen zerstört.

Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen verfügte im Jahre 1652 testamentarisch die Aufteilung des Landes unter seinen vier Söhnen. Sein jüngster Sohn Moritz wurde daraufhin 1653 Administrator des Stiftsgebietes Naumburg-Zeitz. Nach dem Tode seines Vaters trat er 1657 die Herrschaft des Herzogtums Sachsen-Zeitz an.

Am 19. März 1657 wurde der Grundstein zum Neubau des Schlosses "Moritzburg an der Weißen Elster" gelegt, welches auf den Grundmauern der einstigen Bischofsburg errichtet wurde. Baumeister waren der fürstlich-sächsische Landesbaumeister Moritz Richter und - nach dessen Tod - sein Sohn Johann Moritz. In das entstandene frühbarocke Schlossensemble wurde der Dom als Schlosskirche integriert. Das imposante Torgebäude sowie Mauertürme und Grabensysteme verliehen der Schlossanlage ein wehrhaftes Aussehen.

1663 konnte Herzog Moritz mit seiner Familie die Räume des fertiggestellten Südflügels beziehen. Bis zur Vollendung des Schlossneubaues sollten noch weitere fünfzehn Jahre vergehen. Bereits 1718 endete mit dem Tod von Herzog Moritz Wilhelm die Geschichte des Herzogtums Sachsen-Zeitz, das Territorium fiel an das Kurfürstentum Sachsen zurück. Kurfürstliche Regierungen nutzten das Schloss als Regierungssitz. 1815 fiel das Zeitzer Gebiet dem Königreich Preußen zu, dessen Regierung 1820 im Schloss eine Landarmen- und Korrektionsanstalt einrichtete.

1928 ging die Moritzburg in städtischen Besitz über. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Schlosskomplex auf vielfältige Weise genutzt: Arbeitsamt mit Volksküche, Arbeitsdienst- und Sammellager für polnische und französische Fremdarbeiter, Umsiedlerlager... Nachdem bereits 1931 der Geschichts- und Altertumsverein Zeitz im Südflügel des Schlosses Räume zur Lagerung seiner kulturhistorischen Sammlung und zur Einrichtung eines Museums erhalten hatte, wurde 1946 das Städtische Museum Schloss Moritzburg wiedereröffnet.

Heute beherbergt es u.a. das Deutsche Kinderwagenmuseum, die größte Sammlung historischer Kinder- und Puppenwagen in Europa. Eingebettet in den wunderschönen Schlosspark bildet das Schloss Moritzburg gemeinsam mit dem Dom St. Peter und Paul, der Stiftsbibliothek, der Bibliothek der Lutheriden, der Ernst-Ortlepp-Bibliothekund dem Kunst- und Museumspädagogischen Zentrum "Johannes Lebek" ein einzigartiges kulturelles Zentrum im Süden Sachsen-Anhalts.

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