Der Schlossküchengarten

Der Schlossküchengarten

Die beste Medizin ist eine gesunde Ernährung, an der sich auch alle Sinne erfreuen.  Leider ist uns heute dieser wertvolle Schatz der ganzheitlichen Medizin, mit dem sich Körper, Geist und Seele gesund erhalten lassen, fast abhanden gekommen. Viele Menschen tragen ihr knappes Geld in die Apotheke oder kaufen teure exotische Früchte, über deren Anbaubedingungen sie Nichts wissen.  Dabei kann schon ein kleiner Garten  für die Gesundheit viel nützlicher sein und außerdem eine Menge Freude bereiten.

Wie einfach das Schöne mit dem Nützlichen verbunden werden kann, zeigt der Schlossküchengarten im Schlosspark. Seine kleinen, symmetrisch und übersichtlich angeordneten Beete stehen in der  langen Tradition von Kloster-,  Burg- und Bauerngärten.  Ähnliche Gärten hat es auf dem Gelände der alten Obermühle oder innerhalb der Kreuganges der Bischofsburg gegeben. Eingefasst sind die insgesamt 20 Beete mit rustikal wirkenden Klinkersteinen.

Im Mittelpunkt des Gartens steht ein kräftiges goldorange blühendes Rosenstämmchen, das von Salbei, aus dem sich ein wirksamer Tee gegen Entzündungen bereiten lässt, umgeben ist.  Weiter außen steht gelbgrüner Goldmajoran, der sich gut zum Würzen von Fleischgerichten und Eintöpfen geeignet. Zwischen diesen Kräutern blühen im Frühjahr rote und weiße Tulpen. Neben dem Majoran werden im Sommer Kohlpflanzen gesetzt.  An den Eckpunkten des mittleren Beetes duften dunkelgrüne Rosmarinpflanzen, die besonders zum Würzen von Lammgerichten geeignet sind, aber auch als Badezusatz Müdigkeit vertreiben und den Kreislauf fit machen.

Schlosskuechengarten

Auf anderen Beeten stehen kräftig grüner Schnittlauch und Goldzitronenmelisse dicht beieinander. Der Schnittlauch wirkt durch seine kleinen violettblauen Kugelblüten attraktiv und passt mit seinem milden Zwiebelgeschmack zu vielen Gerichten. Die dekorativen Blüten der Kapuzinerkresse sehen nicht nur im Garten oder auf einem Frühstückstisch gut aus, sie können auch gegessen werden. Aufgezählt würden alle Gemüse-, Kräuter-, Beeren- und Zierpflanzen des Schlossküchengartens eine lange Liste ergeben. Auf dem nur 169 qm großen Schlossküchengarten wachsen weit über 100 Sorten, die sicher jedem Besucher eine Anregung für den Pflanzplan in seinem Garten geben oder die Lust am eigenen Gärtner wecken. Außerdem verleiten frische Erd-, Johannis- oder Stachelbeeren so manchen Schlossparkbesucher selbst unter dem wachsamen Blick der "Zwerg Nase" Vogelscheuche zu einer kleinen Kostprobe.


 

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