Inhalt

Transformation zur Nachhaltigkeit der Stadtlandschaft Zeitz (ZENATRA)

Wie kann Zeitz auch in Zukunft eine lebenswerte, gesunde und attraktive Stadt bleiben? Mit dem Projekt „Transformation zur Nachhaltigkeit der Stadtlandschaft Zeitz“, kurz ZENATRA, setzt die Stadt Zeitz die Arbeit aus der ersten KoMoNa-Förderperiode für zwei weitere Jahre fort und bringt die zuvor entwickelte Nachhaltigkeitsstrategie in die konkrete Umsetzung. Gefördert wird das Vorhaben durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) im Rahmen des Förderprogramms „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“ (KoMoNa).

Projektzeitraum:

01.05.2026 - 31.05.2028

Beteiligte Partner:

  • Zuwendungsempfänger: Stadt Zeitz
  • Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
  • Projektträger: ZUG gGmbH

Fördermittellogo:

Förderkennzeichen:

67KMN105

Richtlinie:

Richtlinie zur Förderung von Kommunalen Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa)

Fördersatz:

90% der zuwendungsfähigen Ausgaben

Fördergegenstände:

  • Nr. 4.2b Nachhaltigkeitskonzept/Nachhaltigkeitsmanager*in – Anschlussvorhaben
  • Nr. 4.2d Teilhabeformate/Wettbewerbe/Kampagnen
  • Nr. 4.2e Außerschulische Bildungs-/Kulturprojekte
  • Nr. 4.3a Ökologische Qualifizierung von Flächen
  • Nr. 4.3d Steigerung von Biodiversität/nachhaltiger Tourismus

Inhalt

Im Mittelpunkt der beantragten Maßnahmen stehen ganz konkrete Veränderungen im Stadtgebiet, von denen die Menschen in Zeitz unmittelbar profitieren können: mehr Grün und Schatten, neue Orte für Begegnung und Erholung, attraktive Möglichkeiten für Bewegung und Gesundheit sowie Bildungs- und Mitmachangebote rund um Nachhaltigkeit.

Zentraler Bestandteil des Projekts ist die klimaangepasste Aufwertung von Freiflächen. Dafür sollen im Stadtgebiet zwei sogenannte "Tiny Forests", also kleine innerstädtische Waldflächen, entstehen. Sie werten bisher ungenutzte Bereiche ökologisch auf, schaffen neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere und tragen durch Verschattung und Verdunstung dazu bei, die Auswirkungen sommerlicher Hitze abzumildern. Darüber hinaus sind sog. PikoParks in den Wohngebieten in Zeitz-Ost, Zeitz-West und in der Innenstadt vorgesehen. Auf bislang wenig attraktiven Flächen sollen kleine Grün- und Begegnungsorte entstehen, die zum Erholen und Zusammenkommen einladen.

Mit dem geplanten Gesundheitsthemenweg durch den Fockendorfer Grund und das Knittelholz entsteht zudem ein weiteres wohnortnahes Angebot für Bewegung und Erholung. Verschiedene Stationen sollen dazu einladen, sich körperlich zu betätigen, zur Ruhe zu kommen und sich mit dem eigenen Wohlbefinden zu beschäftigen. Daneben soll auch der GassenGang weiterentwickelt und mit einer dauerhaften Beschilderung versehen werden.

Bei der Gestaltung der Maßnahmen sollen die Menschen, die sie später nutzen, von Anfang an einbezogen werden. So sind für die PikoParks Beteiligungsworkshops mit Anwohnern vorgesehen. Bei der Anlage und Pflege der Tiny Forests werden Kinder aus angrenzenden Bildungseinrichtungen waldpädagogisch eingebunden. Auch bei der Gestaltung des Gesundheitsthemenwegs soll die Zeitzer Bevölkerung ihre Ideen und Bedürfnisse einbringen können. Darüber hinaus erhalten Jugendliche im Rahmen eines eigenen Workshops zur jugendgerechten Stadtentwicklung die Möglichkeit, ihre Perspektiven auf die zukünftige Gestaltung des städtischen Freiraums einzubringen.

Das Förderprojekt soll aber nicht nur neue Orte schaffen, sondern auch Möglichkeiten bieten, soziale wie ökologische Nachhaltigkeit praktisch im Alltag zu erleben. Die bereits im Vorgängerprojekt erfolgreich genutzte Streuobstwiese zwischen Röntgen- und Semmelweisstraße bleibt weiterhin als Ort für gemeinschaftliche Aktivitäten, Umweltbildung und Begegnung erhalten. Geplant sind neben dem bereits gut etablierten, jährlichen Ernte- und Saftfest weitere Aktivitätsangebote, bei denen die Streuobstwiese zum grünen Lernort wird. Aber auch abseits der Sommersaison und der Streuobstwiese wird es ein buntes Bildungs- und Mitmachprogramm geben.

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