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Zeitz investiert mit Fortführung des Projekts »ZENATRA« in dauerhaft nachhaltiges Stadtklima

Pressemeldung der Stadt Zeitz vom 15.10.2026

Wie bleibt Zeitz auch in Zukunft eine lebenswerte, gesunde und attraktive Stadt? Die Antwort liefert das Projekt „ZENATRA“ (Transformation zur Nachhaltigkeit der Stadtlandschaft Zeitz), welches dank einer Anschlussförderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) im Rahmen des Programms „KoMoNa“ (Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen) für zwei weitere Jahre fortgeführt wird und die zuvor entwickelte Nachhaltigkeitsstrategie jetzt in die konkrete Umsetzung bringt.

Im Mittelpunkt des Vorhabens stehen dabei konkrete Veränderungen und spürbare Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger: mehr Grün und Schatten, neue Orte für Begegnung und Erholung sowie attraktive und vielfältige Gesundheits-, Sport-, Bildungs- und Mitmachangebote rund um das Thema Nachhaltigkeit.

Klimaangepasste Freiflächen und neue Naturräume

Zentraler Bestandteil des Projekts ist die klimaangepasste Aufwertung von Freiflächen. Dafür sollen im Stadtgebiet zwei sogenannte "Tiny Forests", also kleine innerstädtische Waldflächen, entstehen. Sie werten bisher ungenutzte Bereiche ökologisch auf, schaffen neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere und tragen durch Verschattung und Verdunstung dazu bei, die Auswirkungen sommerlicher Hitze abzumildern. Darüber hinaus sind sogenannte „PikoParks“ in den Wohngebieten in Zeitz-Ost, Zeitz-West und in der Innenstadt vorgesehen. Auf bislang wenig attraktiven Flächen sollen kleine Grün- und Begegnungsorte entstehen, die zum Verweilen, Erholen und Zusammenkommen einladen.

Mit dem geplanten Gesundheitsthemenweg durch den Fockendorfer Grund und das Knittelholz entsteht zudem ein weiteres wohnortnahes Angebot für Bewegung und Erholung. Verschiedene Stationen sollen dazu einladen, sich körperlich zu betätigen, zur Ruhe zu kommen und sich mit dem eigenen Wohlbefinden zu beschäftigen. Parallel dazu wird auch der beliebte „GassenGang“ weiterentwickelt und dauerhaft beschildert.

Bürgerbeteiligung als Schlüssel zum Erfolg

Bei der Gestaltung und Umsetzung der Maßnahmen will die Stadt Zeitz dabei die Menschen vor Ort einbinden und deshalb werden für die PikoParks Beteiligungsworkshops mit Anwohnern geplant. Bei der Anlage und Pflege der Tiny Forests werden Kinder aus angrenzenden Bildungseinrichtungen waldpädagogisch eingebunden und auch bei der Gestaltung des Gesundheitsthemenwegs soll die Zeitzer Bevölkerung ihre Ideen und Bedürfnisse einbringen können. Darüber hinaus erhalten Jugendliche im Rahmen eines eigenen Workshops zur jugendgerechten Stadtentwicklung die Möglichkeit, ihre Perspektiven auf die zukünftige Gestaltung des städtischen Freiraums einzubringen.

„Niemand möchte ein Projekt vor der eigenen Haustür, das nicht zu den Vorstellungen und Bedürfnissen vor Ort passt – egal, wie hoch die Förderquote ist. Es geht mir darum, echte Mitsprache bei der Gestaltung des öffentlichen Raums zu ermöglichen. Auch wenn Kompromisse bei einer Vielzahl von Perspektiven und gleichzeitig begrenzten Ressourcen nicht zu vermeiden sind, halte ich es für sehr wichtig, dass der Gestaltungsprozess gemeinschaftlich und transparent abläuft“, erläutert Christoph Kirtzel, der als Nachhaltigkeitsmanager der Stadt Zeitz das Mitsprache der Menschen als einen wichtigen Bestandteil des Vorhabens sieht.

Nachhaltigkeit im Alltag erleben

Das Förderprojekt soll aber nicht nur neue Orte schaffen, sondern auch Möglichkeiten bieten, soziale wie ökologische Nachhaltigkeit praktisch im Alltag zu erleben. Die bereits im Vorgängerprojekt erfolgreich genutzte Streuobstwiese zwischen Röntgen- und Semmelweisstraße bleibt weiterhin als Ort für gemeinschaftliche Aktivitäten, Umweltbildung und Begegnung erhalten. Geplant sind neben dem bereits gut etablierten, jährlichen Ernte- und Saftfest weitere Aktivitätsangebote, bei denen die Streuobstwiese zum grünen Lernort wird. Aber auch abseits der Sommersaison und der Streuobstwiese wird es ein buntes Bildungs- und Mitmachprogramm geben.

Christoph Kirtzel freut sich besonders darüber, dass das ZENATRA-Projekt eine Anschlussförderung erhalten hat und die Aktivitäten nun nach knapp zweijähriger Pause fortgeführt werden können: „Oftmals endet nach der Erstellung eines Nachhaltigkeitskonzepts die Förderung und damit leider viel zu oft auch die Umsetzung der neu gewonnen Erkenntnisse. In Zeitz ist es nun anders. Mit der Anschlussförderung können wir an die sehr gute Arbeit von Claudia Siebeck im Vorgängerprojekt anknüpfen und für weitere, sichtbare Verbesserungen in Zeitz sorgen.“

Über das Projekt ZENATRA

Das Projekt „Transformation zur Nachhaltigkeit der Stadtlandschaft Zeitz“ (ZENATRA) wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) bzw. die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH im Rahmen des Förderprogramms „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“ (KoMoNa). Ziel ist es, den Strukturwandel durch nachhaltige und lebenswerte Stadtentwicklung aktiv zu gestalten.

Autor: Lars Werner, Pressesprecher, 15.10.2026 
Quelle: Stadt Zeitz