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Zeit(z) der Bischöfe

Die Bischöfe waren fast über sechs Jahrhunderte die Herren der Stadt Zeitz. Am 20. April 967 während der Synode von Ravenna wurde die Stadt Zeitz erstmalig urkundlich erwähnt und die Stadt zum Bischofssitz erhoben. Die Weihung des ersten Bischofes, dem Benediktinermönch Hugo, fand 968 statt.

Um seine Macht zu sichern, schenkte Kaiser Otto II. Bischof Hugo I. zur Stärkung des Bistums umliegende Ländereien. Kaiser Otto III. übereignete dem Bistum 995 die restlichen Gebiete des ehemaligen slawischen Gaues Puonzowa und den Burgbezirk Crossen. Der erweiterte Grund und Boden des bischöflichen Besitzes bildete die Basis für das künftige Zeitz- Naumburger Stiftsgebiet. Im Jahre 1002 fielen die Wenden in Zeitz ein, brannten den bischöflichen Hof nieder und zerstörten große Teile der Stadt. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde 1028 der Sitz des Bischofs nach Naumburg verlegt, wo die weltlichen Markgrafen Herrmann und Eckehard II. herrschten. Gleichzeitig wurde in Zeitz ein Stiftskapitel gegründet und der Bau einer Stiftskirche begonnen. Deren Krypta gilt heute als ältester erhaltener Sakralbau östlich der Saale.

Das Wirken der Bischöfe hinterließ seine Spuren im Stadtbild von Zeitz.
Es entstand das Benediktinerkloster Bosau (Posa), das Kloster St. Stephan, die 1154 erstmalig urkundlich erwähnte Michaeliskirche. Franziskanermönche bauten um 1238 in der Stadt eine Kirche und ein Kloster.

Ab 1285 residierten die Bischöfe wieder in der Zeitzer Burg, während sie im Naumburger Dom regierten. Die Bischöfe, die dem Kaiser unterstellt waren, mussten sich in der Folgezeit den immer größer werdenden Machtbestrebungen der weltlichen Fürsten erwehren. Immer wieder waren sie dazu gezwungen, ihre Selbständigkeit den Markgrafen gegenüber durch Abtritt von Gütern oder Rechten zu erkaufen.