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Zeit(z) im Wandel

Zu DDR-Zeiten schenkte man dem Bau neuer Wohngebiete große Aufmerksamkeit, boten verfallene Gebäude ein erschreckendes Bild von der historischen Altstadt. Eine Entwicklung, die durch große Anstrengungen nach der deutschen Wiedervereinigung gestoppt werden konnte. Im Stadtbild zeugen viele sanierte Gebäude vom Engagement der Zeitzer Bürger und Vereine. Am Altmarkt entstand mit dem "Unterirdischen Zeitz" ein einzigartiges Führungsgangsystem unter der Altstadt. Das Rathaus, das Schloss Moritzburg und der Dom St. Peter und Paul wurden restauriert und sind bedeutende touristische Anziehungspunkte unserer Stadt, die gleichzeitig Stationen an der Straße der Romanik sind. Der zur Landesgartenschau 2004 gestaltete Schlosspark genießt über die Landesgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf und ist zugleich Teil des Projektes "Gartenträume", das die reizvollsten Park- und Gartenanlagen Sachsen-Anhalts vereint.

Eingebettet in das attraktive Saale-Unstrut-Gebiet wird auch in der Zeitzer Region die Tradition des Weinbaus fortgeführt.

Das Erscheinungsbild der geschichtsträchtigen Stadt mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten hat sich gewandelt. Mit dem Wegbrechen von großen Teilen der Industrie nach 1990 verschwanden die einstigen Großbetriebe aus dem Stadtbild fast völlig. Einige erhaltene Fabrikgebäude zeugen heute noch von der Industriekultur vergangener Zeiten. Sie dienen als technische Denkmäler wie z.B. die Brikettfabrik “Herrmannschacht“. Viele kleine und mittelständische Betriebe prägen heute das wirtschaftliche Bild von Zeitz wie z.B. die modernen Anlagen der Südzucker AG, der Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH.

Nun steht die grüne Wohn- und Kulturstadt an der Weißen Elster vor einem Umbruch. Der Strukturwandel stellt für die Region nochmals eine Zeit des Wandels sowie eine große und einmalige Möglichkeit dar. Diese Chance liegt in der Schaffung neuer zukunftsfähiger Arbeitsplätze sowie der Neugestaltung der Region.