Mit dem Abschluss der Modernisierung der Brüderstraße wurde letzte Maßnahme im Sanierungsprogramm umgesetzt
Der Innenstadtbereich „Stadtmitte Zeitz“ befindet sich seit 1992 im Sanierungsprogramm „Städtebauliche Entwicklungs- und Sanierungsmaßnahmen“ und soll nach dem Stadtratsbeschluss vom 12.11.2020 bis zum 31.12.2026 abgeschlossen werden. Zum Inhalt gehört auch die Instandsetzung der Brüderstraße, deren Sanierung als letzte Maßnahme des Programmes umgesetzt und jetzt abgeschlossen werden konnte.
Die Maßnahme hat mehr Zeit als geplant in Anspruch genommen. Das lag zum einen daran, dass die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt durch länger anhaltende Frostperioden und Personalmangel für längere Zeit unterbrochen werden mussten. Hinzu kam, dass sich die Verlegung der neuen Hausanschlüsse schwieriger gestaltete als bei der Planung gedacht, da man im Untergrund der Straße mehrere größere Hohlräume entdeckte, was zu weiteren Verzögerungen im Bauablauf führte. Die Sanierung zeigt einmal mehr, dass die Planungen und die tatsächlich auszuführenden Arbeiten durch nicht vorhersehbare Umstände, weit auseinanderliegen können. Bis auf ein paar noch anzubringende Schilder, ist der Ausbau jetzt abgeschlossen und wie ich finde sehr gut gelungen,
erklärt Frank Körner, der Sachgebietsleiter des Bereiches Straßenbau und Verkehr der Stadt Zeitz.
Im Rahmen einer Gemeinschaftsbaumaßnahme mit dem Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung sowie der Redinet wurden die Fahrbahn und die Gehwege ertüchtigt, der vorhandene Mischwasserkanal durch den Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung Zeitz erneuert, in Teilbereichen neue Elektro-Leitungen im Auftrag der Stadtwerke Zeitz verlegt und gleichzeitig die Beleuchtung erneuert und auf LED umgestellt. Da sich die Brüderstraße direkt im Sanierungsgebiet und am Rathaus befindet, wurde zudem Wert auf die konstruktive Gestaltung des Ausbaus mit Nebenanlagen gelegt.
So wurden die vorhandenen Natursteinmaterialien wie Großpflaster, Mosaikpflaster und Borden wiederverwendet und mit gleichwertigen Materialien ergänzt. Zudem erfolgte die Befestigung der Gehwege in Mosaikpflaster und die Fahrbahn wurde mit dem vorhandenem Großpflaster neu gepflastert. Im Einmündungsbereich zum Altmarkt wurde eine Asphaltdecke eingebaut, da man hier die Anforderungen zur barrierefreien Fahrbahnquerung mit Leitsystem umsetzte. Erneuert und an den neuen Mischwasserkanal angeschlossen wurde zudem die Straßenentwässerung. Im Zuge des Ausbaus entstanden außerdem beidseitig Stellplätze die bsw. als Kurzzeitparkplätze für einen Einkauf oder einen Termin sowie zum Be- und Entladen genutzt werden können.
Es zeigt sich einmal mehr, dass das Sprichwort „Was lange währt wird endlich gut“ auch hier zutrifft. Die Sanierung hat die Anwohner, den Mitarbeitenden des Sachgebietes, dem bauüberwachendem und planungsverantwortlichen Ingenieurbüro Walter Ingenieure GmbH & Co. KG aus Teuchern und der bauausführenden Firma Straßen- und Tiefbau GmbH Osterfeld viele Nerven gekostet und ich danke allen Beteiligten für das aufgebrachte und länger als gedacht anhaltende Verständnis. Doch das Ergebnis besänftigt, denn es ist fantastisch zu sehen, was hier alles geleistet wurde. Neben den neuen Anschlüssen, der Instandsetzung der Straßenoberfläche, der Verbreiterung der Gehwege mit Absenkungen an einzelnen Hauseingängen und der Neugestaltung der Parkflächen, bekam auch der Bereich vor dem Rathaus ein neues Gesicht. Die Flächen wurde zur Verkehrsberuhigung vergrößert, es wurden neue Sitzmöglichkeiten mit entsprechender Ausrichtung geschaffen und ebenso drei neue Fahnenmasten aufgestellt. Daneben wurden zwei neue Bäume gepflanzt und neue Parkplätze mit Behindertengerechtem Parkplatz geschaffen. Zur Unterstützung des Einzelhandels wird das Parken hier auf 30 Minuten begrenzt, um einen gewisse Fluktuation zu gewährleisten. Das Areal hat sich somit völlig verändert und lädt jetzt dank der Bänke auch zum verweilen ein,
so Oberbürgermeister Christian Thieme, der sich bei der Freigabe und Begehung mit Frank Körner begeistert zeigte.
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich für die Stadt Zeitz auf rund 666.000 Euro und stammen aus dem Sanierungsvermögen. Hinzu kommen weitere Kosten des Eigenbetriebes Abwasser und der Redinet. Die Maßnahme wird insoweit über Ausgleichsbeträge, welche im Sanierungsgebiet bereits eingenommen wurden bzw. noch eingenommen werden, finanziert. Sollten diese Ausgleichsbeträge nicht reichen, wird die Differenz über Eigenmittel der Stadt Zeitz ausgeglichen.
Quelle: Stadt Zeitz