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Wanderausstellung erzählt besondere (Lebens)Geschichten – „Mit vielen Augen sehen“ im Rathaus eröffnet

Pressemitteilung der Stadt Zeitz vom 15.01.2026

Die Wanderausstellung „Mit vielen Augen sehen“ der Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Sachsen-Anhalt (LAG WfbM) startet in ihr nunmehr drittes Jahr. Erste Station in 2026 ist Zeitz, wo die Ausstellung vom 15. Januar bis 27. Februar in der Stadtverwaltung Zeitz von Besucherinnen und Besuchern sowie Mitarbeitenden kostenfrei im Rathaus während der Öffnungszeiten angesehen werden.

„Die Ausstellung „Mit vielen Augen“ hat mir die Augen geöffnet, denn die Ausstellung zeigt, welche Herausforderungen und Vorurteile Menschen mit einer Beeinträchtigung meistern müssen, wie stark man beim „anderssein“ sein muss und welche großartigen Fähigkeiten und Talente dahinterstecken. Deshalb unterstütze ich, unterstützen wir als Stadt dieses großartige Projekt und laden alle bis zum 27. Februar dazu ein, die Ausstellung im Rathaus zu erleben, um dabei hoffentlich zu erkennen, dass jeder für sich einzigartig, anders, besonders eben ein Mensch ist, so Oberbürgermeister Christian Thieme, der die Ausstellung zusammen mit Andreas Twardy, Christiane Porst, Claudia Hein und Doreen Krebs von der LAG eröffnete.

In den vergangenen Jahren machte „Mit vielen Augen sehen“ unter anderem in Halle, Magdeburg, Aschersleben, Weißenfels, Bitterfeld-Wolfen, Lutherstadt Wittenberg, Haldensleben, Jessen und Köthen Station. Orte waren etwa Ministerien, öffentliche Verwaltungsgebäude, Hochschulen oder Krankenhaus-Foyers. Die Ausstellung ist Teil der im Spätsommer 2023 gestarteten gleichnamigen Kampagne. Sie zeigt verschiedene Akteure im Kontext der Arbeit von Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Porträtiert sind Werkstattbeschäftigte, Angehörige, Unternehmer sowie Menschen aus dem sozialen Umfeld der Werkstätten in ganz Sachsen-Anhalt.

Ziel der Kampagne, die mit dem ersten Werkstättentag des Landes am 12. September 2023 auf dem Alten Markt in Magdeburg ihren Auftakt feierte, ist das Vermitteln von Sichtweisen, Erfahrungen und Einblicken in die vielschichtige Welt der Werkstätten. Noch immer dringt zu wenig über die Arbeit von und in Werkstätten für Menschen mit Behinderung bis zur breiten Öffentlichkeit vor. Über die Leistungen sowie den Alltag der dort Beschäftigten wollen Kampagne und Ausstellung informieren und so Wissenslücken schließen. Die Porträts von 22 Protagonistinnen und Protagonisten mit ihren persönlichen Geschichten erzählen dem Betrachter anschaulich, was sie mit Werkstätten für behinderte Menschen verbindet. Weil die Exposition inzwischen in dreifach identischer Form angelegt ist, sind Parallelpräsentationen an verschiedenen Orten möglich.

Die LAG WfbM Sachsen-Anhalt setzt sich für die Förderung, Bildung und Betreuung von mehr als 11 500 Beschäftigten in landesweit 33 Werkstätten ein. Sie arbeitet auf Landes- und Bundesebene mit Verbänden und politischen Vertretungen zusammen. Die Beschäftigten haben in den Werkstätten Möglichkeiten zur Teilhabe am Arbeitsleben. Sie gehen unterschiedlichen Arbeiten in verschiedenen Bereichen nach. Ein wichtiger Bestandteil der Werkstattleistung ist die individuelle Förderung.

Die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) ist eine Einrichtung zur Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderungen. Menschen, die wegen der Art oder Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, erhalten hier eine angemessene berufliche Bildung und Beschäftigung. Die Werkstätten ermöglichen ihnen, ihre Leistungsfähigkeit zu entwickeln, zu erhöhen oder wiederzugewinnen und ein Arbeitsentgelt zu erzielen. In Deutschland sind aktuell etwa 320 000 Menschen in rund 700 anerkannten Werkstätten beschäftigt.

Autor: Lars Werner, Pressestelle, 15.01.2026 
Quelle: Stadt zeitz