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Museum Schloss Moritzburg

Das Museum Schloss Moritzburg Zeitz beherbergt einzigartige Sammlungen, darunter das Deutsche Kinderwagenmuseum, und bietet den Rahmen für Ausstellungen, Konzerte, Vorträge, Lesungen und Eheschließungen.

Detailbeschreibung

„Das hochfürstliche Schloss Moritzburg an der Elster“ besteht aus dem dreiflügeligen Hauptgebäude im hinteren Schlosshof sowie der gotischen Schlosskirche St. Peter und Paul, dem barocken Torhaus und den Nebengebäuden, die sich um den vorderen Schlosshof gruppieren. Die Anlage ist von Wehranlagen und einem Wallgraben umgeben und in den Schlosspark eingebettet.

Schloss Moritzburg, Ausdruck der Blüte der barocken Residenzkultur in Mitteldeutschland im 17. Jahrhundert, beherbergt seit 1932 das Museum der Stadt Zeitz, das seine überregional bedeutenden Sammlungen in sieben Dauerausstellungen präsentiert. Sonderausstellungen zeigen das künstlerische Schaffen in der Region, behandeln Themen der Heimatgeschichte oder vertiefen ausgewählte Elemente der Dauerausstellungen.

Im Torhaus des Schlosses findet der Besucher das Kunst- und Museumspädagogische Zentrum „Johannes Lebek“ mit historische Handpressen für die künstlerische Druckgrafik; sie werden in Kursen und Workshops von Kindern, Schülern und Erwachsenen genutzt.

Mit seiner exzellenten Museumspädagogik, mit Publikationen, Sonderausstellungen und Veranstaltungen macht das Museum Schloss Moritzburg Zeitz überregional von sich Reden.

Unter dem Dach der Moritzburg finden sich weiterhin die Stiftsbibliothek der Vereinigten Domstifter von Naumburg und Merseburg und des Kollegiatstifts Zeitz, das Historische Archiv der Stadt Zeitz und die Lutheridenbibliothek.

Kunst- und Museumspädagogisches Zentrum "Johannes Lebek"

Im "Lebek-Zentrum" finden nach Anmeldung viele museumspädagogische Programme zum Holzschnitt, aber auch zur Stadt- und Schlossgeschichte statt. Es trägt den Namen des Zeitzer Holzschneiders Johannes Lebek (1901 - 1985).

Lebek hat Tausende Holzschnitte, Holzstiche, Zeichnungen und auch Lithografien gefertigt. Viele Ansichten von Straßen und Plätzen in Zeitz und der Umgebung, aber auch interessante Darstellungen der Arbeit in Betrieben, auf den Feldern oder im Bergbau. Mit seinen Holzschnitten hat Lebek Zeitz-Geschichte festgehalten und ist deshalb nicht nur als Künstler, sondern auch als Chronist von hoher Bedeutung für die Stadt Zeitz. Er schuf umfangreiche autobiografische Bildfolgen und illustrierte zahlreiche Werke der Literatur des 20. Jahrhunderts, aber auch eigene Geschichten und Märchen.

mehr über Johannes Lebek erfahren: www.johanneslebek.de

Die „Lebek-Sammlung“ des Museums und auch der Nachlass des Künstlers als Depositum „Elisabeth und Hubert Wegner“ sind im Magazin des Zentrums untergebracht.

Eine Werkstatt und Freiflächen auf der Südkasematte stehen für verschiedenste museumspädagogische Veranstaltungen zur Stadt- und Schlossgeschichte oder zur Kinderwagenausstellung zur Verfügung, es finden hier u.a. auch Holzschnittkurse oder Papier- und Buchbindeworkshops statt.

Spielerisch und auch kostümiert können die Kinder Geschichte erleben z.B. als kleines Schlossgespenst oder als Herzöge und Hofstaat von Sachsen-Zeitz. In allen Programmen werden die Kinder und SchülerInnen selbst tätig, können drucken oder basteln u.a. Kinderwagenmemorys, Wickelpüppchen oder Holunderpfeifchen zum Mitnehmen. Viele Programme sind auch als Kindergeburtstag buchbar.

Die Veranstaltungen werden nach Voranmeldung in der Zeit von Montag bis Freitag zwischen 8:00 und 17:00 Uhr durchgeführt.
Altersgruppen: 5 bis 18 Jahre / Erwachsene
Gruppengröße: 6 bis 24 Teilnehmende
Kosten: ab 2,00 € pro Kind / SchülerIn (ab 10 Teilnehmenden)
Kindergeburtstage: 50,00 € (bis 10 Kinder)

Anmeldung erforderlich: Tel. 03441 688151 oder lebekzentrum@stadt-zeitz.de

- geöffnet nach Vereinbarung - 

Dauerausstellungen

Himmlisches Streben - Irdisches Leben

Die Ausstellung behandelt die Zeit von der Ersterwähnung der Stadt 967 bis zum Ende des Bistums Naumburg Zeitz im Jahre 1564. Die ältesten Ansichten der Stadt, der Zeitzer Silberschatz, historische Stadtmodelle und vieles andere mehr gibt es zu entdecken.

Zeit der Herzöge - barocke Residenzkultur in Zeitz

Schloss Moritzburg beherbergt in seinem Inneren die Wohnräume der Herzogsfamilie: das Tafelgemach, das Audienzgemach, die Prinzengemächer. Hier wird das Leben „bei Hofe“ mit allen Sinnen erlebbar gemacht.

Deutsches Kinderwagenmuseum

Das Deutsche Kinderwagenmuseum erzählt die Geschichte des Kinderwagens von ihren Anfängen in den 1840er Jahren bis heute mit wertvollen Ausstellungsstücken, interaktiven und museumspädagogischen Angeboten.

Möbel und Kunsthandwerk von der Renaissance bis zum Biedermeier

Die Sammlung historischer Möbel zählt zu den umfangreichsten ihrer Art in Sachsen-Anhalt.
Neben Möbeln der Renaissance, des Barock, des Klassizismus und des Biedermeier zeigt diese Ausstellung Gemälde und kunsthandwerkliche Kostbarkeiten aus drei Jahrhunderten.

Das Kirchenjahr – Feste im Jahreskreis

Der Ursprung unserer Feiertage steht im Mittelpunkt der Ausstellung im Saal über der Fürstenloge des Domes St. Peter & Paul. Das Glanzstück der Ausstellung bildet eine barocke Jahreskrippe. Der Saal mit seinen schönen Deckenmalereien aus Spätmittelalter und Renaissance lohnt ebenso einen Besuch.

Druckkunst

Die Dauerausstellung im Kunst- und Museumspädagogischen Zentrum „Johannes Lebek“ informiert über die künstlerische Arbeit Johannes Lebeks und die verschiedenen grafischen Drucktechniken. Zur Ausstellung gehören historische Handpressen für die künstlerische Druckgrafik, die auch von Kindern und Erwachsenen in Kursen oder Workshops genutzt werden können.

Johannes Lebek - Zum Sehen Geboren

Ein Manuskript aus Lebeks Nachlass, dem Depositum „Elisabeth und Hubert Wegner“ ist in der gleichnamigen Sonderausstellung im Torhaus zu sehen. Der hier zum ersten Mal ausgestellte Plan für ein Holzschnittbuch des 83-jährigen Johannes Lebek, welches den Titel „ZUM SEHEN GEBOREN“ trägt, enthält 49 Tuschezeichnungen. Sie sind beeindruckend kraftvoll und voller Frische, mit sicherem Strich und Tempo zu Papier gebracht.

Darüber hinaus werden viele - bisher ungezeigte - früheste Arbeiten u.a. erste Aquarelle und Zeichnungen, auch Studienarbeiten und Skizzenbücher präsentiert. Einige sehr fein gearbeitete Holzschnitte mit Ansichten von umliegenden Dörfern, darunter auch mehrere Dorfkirchen, sprechen von Lebeks Natur-und Heimatverbundenheit. Das Werk „Der Sonnengesang“ von Franz von Assisi, in welchem Lebek für seine Illustrationen zum Text auch vielfach hiesige Motive verwendet, wird ausführlich vorgestellt.

Auch ein Geschenk zum 120. Geburtstag von Johannes Lebek ist im letzten Jahr in der Druckwerkstatt des Lebek-Zentrums entstanden und wird gezeigt. Es ist ein handgefertigtes Buch mit 21 originalen Kinder-Holzschnitten der 4. Klasse der Grundschule Rasberg zu einem von Lebek selbst erdachten Traummärchen: „Die Springsteine“.

Sonderausstellungen

Preise

Personengruppe Preis
Erwachsene 6,00 €

Ermäßigt

(Schüler, Studierende, Schwerbehinderte Menschen mit entsprechendem Nachweis)

4,00 €
Kinder bis 13 Jahre 4,00 €

Familienkarte

(2 Erwachsene mit bis zu 3 Kindern)

15,00 €

Schulklassen (Lehrkräfte und Erziehende frei) 40,00 €

Bei Führungen für Einzelpersonen wird eine Gebühr von 30,00 € erhoben.

Hinweis

Bitte beachten Sie, dass Hunde nicht in den Ausstellungsräumen mitgeführt werden dürfen. Ausgenommen sind Blinden- und Begleithunde.

Anreise

mit dem PKW: A 9 Abfahrt Weißenfels; A 4 Abfahrt Gera
B 2, B 91, B 180
mit der Bahn: von Leipzig, Gera

mit dem Fahrrad: über den Elsterradweg

Adresse für Anreise: Stephanstraße, 06712 Zeitz

Parkplatz Stephanstraße: 220 Parkplätze, 2 Behindertenparkplätze, 5 Busparkplätze

Bildergalerie

Veranstaltungen

Sonstige Ausstattung