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Ursula Schuch im Schlosspark Moritzburg von Kirchen und Stadt Zeitz mit »Clemens-Wittelsbach-Preis 2025« geehrt

Pressemitteilung der Stadt Zeitz vom 28.08.2025

Bereits während seines Theologie-Studiums und auch nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten engagierte sich Clemens Wittelsbach politisch und verteidigte dabei Demokratie und Frieden. Um den mutigen Geistlichen zu schützen, versetzte ihn sein Bischof 1937 nach Zeitz. Hier trat der neue Pfarrer wiederum für rassisch Verfolgte und Zwangsarbeiter ein, stellte sich öffentlich hinter den Begründer der Volkshochschule, der wegen seiner jüdischen Herkunft verfolgt wurde, kümmerte sich als Seelsorger um die Zwangsarbeiterinnen in der Brikettfabrik und erreichte, dass diese in den Räumen der 1939 von den Nationalsozialisten geschlossenen katholischen Schule untergebracht und ihre Haftbedingungen gemildert wurden.

2022 wurde aufgrund seiner Verdienste von den Kirchgemeinden im Altkreis Zeitz sowie der Stadt Zeitz der Clemens-Wittelsbach-Preis ins Leben gerufen, mit welchem „die stillen Macherinnen“ für ihr Engagement ausgezeichnet werden sollen. Füreinander einstehen, gemeinsam Probleme lösen, Zusammenhalt stiften: Das ehrenamtliche Engagement will man damit weiter stärken und mit Anerkennung und Wertschätzung würdigen. Die Auslobung richtete sich dabei an „stille Macherinnen“ im Altkreis Zeitz, also an Frauen oder Frauengruppen, die sich, egal in welchem Lebensbereich, selbstlos und ohne großes Gerede engagieren und damit nicht einfach nur helfen, sondern vielmehr den Menschen in ihrer Umgebung ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.

Auch in diesem Jahr erreichten die Jury, welche aus Vertretern der Kirchgemeinden sowie einem Vertreter der Stadt Zeitz bestand, zahlreiche Vorschläge, so dass es für die Jury keine leichte Aufgabe war, die Preisträgerin des Jahres 2025 zu wählen. Letztendlich einigte man sich, obwohl es alle eingereichten Vorschläge verdient hätten und so wurde der Clemens-Wittelsbach-Preis 2025 am Dienstag, den 26. August im Rahmen des Sommerfestes des Oberbürgermeisters, an Ursula Schuch, die mit über 80 Jahren noch immer das Kirchencafé in Zeitz leitet und sich damit bereits seit 20 Jahren für die Menschen, die zu Kaffee und Kuchen sowie Gesprächen und Aktionen vorbeikommen, einsetzt.

Wir sind uns auch bei der dritten Preisvergabe sicher, dass die Verbindung zwischen Still und Macherin keinen Widerspruch darstellt. Sicher sind wir uns zudem, dass es Macherinnen in unserer Region gibt, die sich selbstlos und ohne Gerede engagieren und sicher sind wir uns auch, dass wir den Preis bei so vielen engagierten stillen Macherinnen auch viele weitere Male vergeben können,

so der Pfarrer der katholischen Pfarrei St. Peter und Paul Zeitz, Dr. Jürgen A. Wolff, bei seiner Laudatio auf die diesjährige Preisträgerin.

Darin betont er nochmals, dass Ursula Schuch eine Stille Macherin ist, weil die über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Zeitzerin seit nunmehr 20 Jahren die Geschicke des Kirchencafés leitet. Von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 14 Uhr bis 17 Uhr schenkt sie Menschen mit ihrem Team Zeit, macht diese mit dem Organisieren und Durchführen der Angebote im Kirchencafé glücklich und zaubert ihnen mit Gesten, Hilfe und Zuversicht immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Sie hat den Preis verdient und dabei wollen wir natürlich auch das Team der Frauen nicht vergessen, von dem Ursula Schuch tagtäglich unterstützt wird.

Sichtlich gerührt und überrascht dankte Sie für den Preis und dankte vor allem ihrem Team, mit dem das manchmal Unmögliche möglich wird und ohne das das Kirchencafé so keinen Bestand hätte.

Autor: Lars Werner, Pressesprecher, 28.08.2025 
Quelle: Stadt ZeitzStadt