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Wir haben gewonnen! 1. Platz für Zeitzer Bild bei Fotowettbewerb

Pressemitteilung der Stadt Zeitz vom 15. September 2022


Als das Telefon von Oberbürgermeister Christian Thieme klingelte, staunte er nicht schlecht, als sich am anderen Ende das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen mit herzlichen Glückwünschen meldete. Denn Zeitz hat den 1. Platz beim bundesweiten Fotowettbewerb „Grüne Quartiere – Städtebauförderung für nachhaltige und lebenswerte Städte“ gewonnen und damit die Aufmerksamkeit der Bundesregierung sowie den Besuch eines Videoteams, das vor Ort eine neue Folge der „Reportagen aus der Städtebauförderung“ drehen wird. Einen Eindruck, wie sich Zeitz im Rahmen dieser Filmreihe der Öffentlichkeit präsentieren wird, finden Sie auf der Website Tag der Städtebauförderung.

Heute Vormittag nahm Oberbürgermeister Christian Thieme die Glückwünsche zum 1. Platz persönlich von Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, zum 15. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik in Berlin entgegen. Mit im Gepäck hatte der Oberbürgermeister das Zeitzer Panoramalicht als kleinen Gruß aus der grünen Wohn- und Kulturstadt an der Weißen Elster.

„Städte wie Zeitz zeigen, wie alte Bausubstanz erhalten und zu neuem Leben erweckt werden kann“, sagt Bundesministerin Geywitz. „Ohne diesen Ideenreichtum könnten wir heute nur noch wenige Zeugnisse der Geschichte sehen. Das Franziskanerkloster ist nicht nur ein touristischer Anziehungspunkt, sondern weiterhin auch ein Ort, an dem gelernt, gelebt und gelacht wird. Sinnvoller kann die Städtebauförderung des Bundes nicht in Stein und Holz umgesetzt werden. Ich beglückwünsche die Stadt Zeitz und ihr vielen Engagierten zu dem ersten Preis beim Fotowettbewerb ‚Grüne Quartiere - Städtebauförderung für nachhaltige und lebenswerte Städte‘ und bin gespannt, welche weiteren städtischen und privaten Projekte die Stadt noch umsetzen wird.“

„Wir haben den Fotowettbewerb gewonnen, weil sehr viele Zeitzer und Unterstützer für uns abgestimmt haben“, betont Thieme. „Wir haben sozusagen den Publikumspreis ergattert. Das ist wesentlich größeren Städten in ganz Deutschland offensichtlich nicht gelungen. Wir haben es gemeinsam geschafft, für Zeitz überregional zu werben und an Bekanntheit zu gewinnen, auch auf Bundesebene. Das ist etwas Besonderes und keineswegs alltäglich.“

Bei der Städtebauförderung können Kommunen und Private Fördergelder beantragen, um Wohn- und Lebensräume nachhaltig attraktiver zu gestalten.

„Man muss ganz klar sagen, ohne die Städtebauförderung sähe Zeitz heute vielerorts bei weitem nicht so schick aus, denn bislang konnten so über 140 Mio. € seit 1990 investiert werden“, betont Thieme. „Ich bedanke mich beim Bund, beim Land Sachsen-Anhalt sowie natürlich bei allen Investoren und den Mitarbeitern der Stadtverwaltung sehr herzlich für die großartige Arbeit und konstruktive Zusammenarbeit.“

Mithilfe der Städtebauförderung konnte die Stadt Zeitz das Albrecht`sche Palais modernisieren, Schloss Moritzburg barrierefrei umbauen sowie das Projekt der Landesgartenschau in Zeitz 2004 realisieren. Zu den aktuellen Projekten gehören das Franziskanerkloster mit der Evangelischen Grundschule und dem Hort, die Modernisierung und Instandsetzung der ehemaligen ZEKIWA-Fabrik sowie die energetische Modernisierung und Instandsetzung der Grundschule in Zeitz-Ost.

Auch private Eigentümer in Zeitz wissen die Unterstützung der Städtebauförderung zu schätzen. Dazu gehören beispielsweise das Bauprojekt in der Scharrenstraße 7, 8 und 9 sowie ein weiteres Bauvorhaben in der Scharrenstraße 10, 11 und 12 von Ralf und Anke Wagener. Auch die Wohnungsbaugesellschaft Zeitz mbH (WBG) wird von der Städtebauförderung unterstützt bei den Projekten in der Kramerstraße, Ecke Kramerstraße/Roßmarkt sowie beim Abbruch Platanenweg 17 bis 24. Mithilfe von Städtebaufördermitteln kümmert sich die BLK Denkmal GmbH um die Pestalozzistraße 4 und um die August-Bebel-Straße 53. Gelder aus diesem Fördertopf wendet Neville de Solva für die Sicherung der Stephansstraße 35 auf.

„Ich finde es großartig, dass die Städtebauförderung auch Privaten finanzielle Unterstützung anbietet“, betont der Oberbürgermeister. „Das hilft Kommunen enorm dabei, engagierte Investoren für Immobilien zu begeistern und die Hemmschwelle für Investitionen zu senken.“

Bei privaten Investitionen nimmt die Stadt Zeitz im Rahmen der Städtebauförderrichtlinien eine Mittlerrolle zwischen den Fördermittelgebern und den Hauseigentümern ein. Sie kümmert sich um Fördermittel, unterstützt die Eigentümer bei der Antragstellung, leitet die Fördermittel an die Eigentümer weiter und kontrolliert die Einhaltung der Förderbestimmungen. Außerdem hat die Stadt eine planerische Funktion, indem sie potentielle Investoren dabei unterstützt, erfolgreiche Konzepte für Objekte zu entwickeln.

„Interessenten können sich jederzeit gerne an mich oder das Sachgebiet Stadtentwicklung wenden“, lädt Oberbürgermeister Christian Thieme ein. „Wir werden Sie zuverlässig beraten.“

Hintergrund

Das Fotomotiv, mit dem sich Zeitz beim Fotowettbewerb „Grüne Quartiere – Städtebauförderung für nachhaltige und lebenswerte Städte“ beworben hat, ist eine Impression mit zwei spannenden Projekten, die das Stadtbild entscheidend prägen und die mithilfe der Städtebauförderung realisiert werden können: das ehemalige Franziskanerkloster mit Evangelischer Grundschule und Turnhalle – vor dem Weinberg samt Spielplatz und grüner Allee mitten in der Stadt. Ziel ist, die historischen Mauern des Franziskanerklosters für die Evangelische Grundschule Zeitz mit Hortbetreuung herzurichten und zu einer modernen sowie traditionsbewussten Schulstätte auszubauen.

Im Dezember 2021 erhielt die Stadt den Bewilligungsbescheid für die umfangreiche Sanierungsmaßnahme auf Grundlage des Förderprogramms „Lebendige Zentren“. Aktuell gibt es die Bewilligung für förderfähige Maßnahmen in Höhe von rund 5,1 Mio. €. Die Stadt Zeitz erhält hierbei Fördermittel in Höhe von rund 4,1 Mio. € (80%).

Momentan sind die ersten Bauleistungen ausgeschrieben. Voraussichtlicher Baubeginn ist November 2022. Die Bauarbeiten sollen Ende 2025 abgeschlossen sein.